Carolina Hansen

Carolina Hansen

geb. Bedbur
* 10.03.1980 in Fulda
† 13.02.2015 in Westerstede
Erstellt von Sabine Bedbur
Angelegt am 13.02.2019
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Kondolenzen (30)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Unser Brief nach dem schrecklichen Unfall 2015

11.08.2021 um 12:10 Uhr von Deine Eltern

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

 (1. Korintherbrief 13,13)

Liebe Verwandte, Freunde und Bekannte,

die Zeit macht nicht halt. Und alles hat seine Zeit. „Das Leben geht weiter“, so sagen die Menschen. Aber geht es wirklich weiter? Nach dem 10. und 13., 14. und 21. Februar – nach diesen Tagen des Unglücks und des Todes, der Aussegnung und des Abschiednehmens?

Die Seele ist noch nicht so weit! Ja, sie ist stehen geblieben – vor Schmerz, vor Trauer. Sie will Carolinas Sterben nicht wahrhaben; sie kann dazu nicht ja sagen. Sie ist verletzt. Und weil jenes Geschehen so abgrundtief sinnlos erscheint, vermag sie darin den Willen Gottes nicht zu erkennen.

Vielmehr wollen wir in Erinnerung an Worte von Kurt Marti bekennen:

Dem Herrn unserem Gott hat es ganz und gar nicht gefallen,

dass Carolina Christina Hansen durch einen Verkehrsunfall starb.

Erstens war sie zu jung,

zweitens ihrem Mann eine zärtliche Frau,

drittens zwei Kindern eine herzliche Mutter,

viertens dem Bruder eine aufmerksame Schwester,

den Eltern und allen in der kleinen und großen Familie

ein besonders liebenswerter Mensch,

den Mädchen und Jungen eine Mut machende Lehrerin,

den Weggefährten eine glaubensfrohe Freundin und

fünftens war sie erfüllt von vielen Ideen.

Was soll jetzt ohne sie werden?

Was ist ihr Mann ohne sie?

Wer stillt den Kindern die Sehnsucht nach der Mutter?

Wer ersetzt eine gute Freundin?

Wer hat die neuen Ideen?

Dem Herrn unserem Gott

hat es ganz und gar nicht gefallen,

dass einige von euch dachten,

es habe ihm solches gefallen

und er habe es so gewollt.

Im Namen dessen, der Tote erweckte,

Im Namen des Toten, der auferstand:

Unsere Seele lehnt sich weiter auf

gegen den Tod von Carolina Christina Hansen!

 

Im Namen dessen, der am Kreuz schrie und rief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“, suchen wir nach Trost und Heilung und wollen so gern unsere Seele dann doch ausstrecken auf das schönste und wunderbarste Fest, das Gott uns feiern lässt - Ostern steht bevor! Lasst uns gerade zu diesem Fest miteinander verbunden sein und gegen Carolinas Tod wie auch unseren eigenen singen und musizieren.

Gegen Zweifel und spürbare Anfechtung wünschen wir sehr, dass sich das abgebrochene Leben von Carolina im hellen Osterlicht erfüllt. Wir wünschen ihr, dass sie schauen kann, was sie in großem Reichtum hier bei uns und mit uns geglaubt hat.

Am 22. Juni 1980 getauft, wurde sie mit Jesus Christus verbunden, auch verbunden mit seinem Leiden, Sterben und seiner Auferstehung. Seither galt seine Verheißung: Ich bin dein, und du bist mein. Glaube an mich, und du wirst leben, auch wenn du stirbst. Darauf hat Carolina fest vertraut und so den Auferstandenen als lebendigen Heiland und einzigen Erlöser angenommen. Ja, sie war begeistert von seiner Liebe und hat immer wieder neu versucht, sich in ihr einzuüben und anderen Menschen diese Liebe zu zeigen und zu erzählen. Darüber sind wir dankbar und selbst in allem Leid sehr glücklich.

Ihr Lieben,

über unsere Familien wie auch den Freundes- und Bekanntenkreis durften wir in den zurückliegenden Wochen viel Nähe und herzliche Zeichen der Anteilnahme erfahren – durch viele Gebete vor und nach den Sterbetagen, Andachten (sogar in Carolinas Schule), Ausgestaltung des Trauergottesdienstes wie die persönliche Begleitung und Kondolenz am Abschiedstag (viele kamen aus sehr weiter Entfernung und aus dem ganzen Land), Unterstützung beim Trauertee in der FEG, liebe Worte, Blumen, Kränze, Einladungen, E-Mails, Telefonate sowie Spenden insbesondere für die Kindernothilfe, Aufmerksamkeiten und Geschenke nicht zuletzt an Mathis und Maria. Und mehr als dreihundertfünfzig Kondolenzbriefe bilden einen besonders riesigen Schatz des Trostes. Unser Herz ist übervoll an liebevoller Zuwendung. Sie hat gut getan und wird noch weiter gut tun!

Und dafür sagen wir allen hiermit einen ganz lieben und innigen Dank!  

Wir denken aber auch dankbar an die vielen Nothelfer, die Carolina bis zum Tod beigestanden bzw. betreut oder ihren Unfallort abgesichert haben: Die Freiwillige Feuerwehr Norden, Notärzte und Polizei Norden, die Crew des ADAC-Helikopters sowie das Ärzteteam und Pflegepersonal im Bundeswehrkrankenhaus von Westerstede.

Und schließlich danken wir für die beispielhafte Begleitung durch unser Nordener Beerdigungsinstitut.

 

Mit einem stillen und vorösterlichen Gruß

Sabine und Michael Bedbur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kondolenz

13.Februar 2015 ist CAROLINA im Krankenhaus in Westerstede verstorben

02.05.2021 um 15:48 Uhr von Clemens

Meine Schwester Carolina Hansen, geb. Bedbur ist im Alter von 34 Jahren viel zu früh  für immer von uns gegangen. Sie hinterlässt ihre zwei geliebten Kinder Mathis und Maria, mich, ihren zwei Jahre jüngeren Bruder Clemens, ihre Eltern, ihren inzwischen wieder verheirateten Mann Olaf, den sie über alles geliebt hat und viele weitere Verwandte und Freunde. Ihr Unfall konnte bis heute nicht wirklich aufgeklärt werden.

Wir sind zusammen aufgewachsen und haben immer am Leben des Anderen Anteil genommen. Ihr verdanke ich das Kennenlernen meiner jetzigen Frau Gioia. Wir sind glücklich verheiratet und haben inzwischen zwei gesunde kleine Mädchen, Frida und Greta. Gern würden die beiden Carolinas Kinder mal kennenlernen, aber diese wissen wahrscheinlich gar nicht, dass sie inzwischen zwei Cousinen haben und außerdem ist es von Seiten des Vaters auch nicht gewünscht.  

Oft stehen wir gemeinsam mit unseren Eltern immer noch fassungslos an ihrem Grab in Norden, gedenken ihrer, bringen ihr Blumen und tauschen Erinnerungen aus. Mit ihrem fröhlichen und ehrlichen Wesen fehlt sie uns und vielen ihrer Freunde und Bekannten. 

Kondolenz

Warum?

02.05.2021 um 15:43 Uhr von Deinen Eltern

WEIHNACHTEN STEHT VOR DER TÜR

Weihnachten und die Geburtstage der Kinder stehen vor der Tür!

Maria wird am 16. Dezember 2018 schon fünf Jahre alt. 

Mathis wird am 26. Dezember 2018 schon acht Jahre alt.

Leider können sie ihre Großeltern, die Eltern ihrer verstorbenen Mutter, immer noch nicht sehen, mit ihnen sprechen, oder sich von ihnen mit einem Geschenk überraschen lassen. So, wie die Großeltern auch nicht beim Schulanfang von Mathis dabei sein durften, werden sie wohl auch nicht bei Marias ersten Schultag dabei sein.  Aber beide Kinder sollen wissen, dass Oma Bine und Opa Micha, wie Mathis sie immer liebevoll genannt hat, an sie denken und sie sehr liebhaben. Ihre zwei Cousinen, die Töchter von Carolinas Bruder Clemens, werden den beiden Kindern auch verschwiegen. Sie dürfen keinen Kontakt haben, ja sie wissen nicht einmal, dass Frida und Greta mit ihnen verwandt sind.  Wenn Oma und Opa sie mit einer Postkarte grüßen oder ihnen gratulieren wollen, wird diese den Kindern nicht gezeigt oder vorgelesen. Was würde ihre Mutter dazu sagen? 

Kondolenz

Artikel aus der Chronik

02.05.2021 um 15:33 Uhr von ihren Eltern

WEIHNACHTEN 2019


Nicht nur die Feiertage auch die Geburtstage unserer Enkelkinder sind vorüber. Gestern feierte Mathis seinen 9. Geburtstag. Am 16. Dezember ist Maria schon sechs Jahre alt geworden. Nicht nur ihre Großeltern haben an sie gedacht und hätten ihnen gern ein kleines Geschenk vorbeigebracht. Auch die Cousinen Frida und Greta mit ihren Eltern Clemens und Gioia hätten ihnen gern gratuliert. Sie wissen nicht, warum ihnen der Kontakt verweigert wird. Aber am Härtesten trifft es die Kinder. Sie werden nicht gefragt, oder besser gesagt, sie wissen genau, was sie ihrem Vater und der Stiefmutter sagen sollen, wen sie zu ihrem Geburtstag einladen oder sehen möchten.

Die Erwachsenen bauen die Familie auf einer Lebenslüge auf! Die Kinder dürfen nicht fragen und von ihrer leiblichen Mutter reden. Sie wird in der Familie nicht erwähnt oder gar an sie erinnert. Was würde Carolina dazu sagen. Sie wäre gewiss unendlich traurig. Vielleicht schaut sie voller Sehnsucht von oben nach ihren beiden Kindern und kann nichts tun. Sie war stolz auf sie und hat sie so geliebt! Aber das Leben hat ihr übel mitgespielt. Wenn sie gewusst hätte... Oder hat sie es geahnt?

Aber wir als ihre Eltern haben noch so viele schöne Erinnerungen an sie, die wir hier aufschreiben können. Eines Tages werden uns die Kinder dafür dankbar sein, denn wenn nicht durch uns, durch wen können sie etwas von ihrer Mutter erfahren. 

Kondolenz

Carolinas Todestag

02.05.2021 um 14:37 Uhr von Deine Eltern
  1. Februar 2015

Nachdem sie zu Hause alles bedacht hatte und ihre Tochter Maria in guter Betreuung wusste, war sie am Vormittag bei der Heilpraktikerin in Dornum und dann auf dem Weg zum Kindergarten im Moortief, um ihren Sohn Mathis dort abzuholen. Auf diesem Weg muss offenkundig auch nach Einschätzung der sie zuletzt in der Unfallchirurgie Westerstede behandelnden Ärzte spontan eine Herzschwäche eingetreten sein, bei der sie kurzzeitig das Bewusstsein verloren hat. Immerhin hatte sie von der Heilpraktikerin zur körperlichen Stärkung eine Injektion bekommen. Sowohl Ärzte als auch die Polizei gehen davon aus, dass sie den Aufprall selbst nicht mehr gespürt hat und aus ihrem tiefen Koma nicht wieder erwacht ist. Da sie fast eine Stunde im Auto eingeklemmt war, bevor man sie mit dem Hubschrauber nach Westerstede bringen konnte, war eine Operation am Kopf nicht mehr möglich. Sie spendete fünf ihrer inneren Organe, die alle noch unversehrt waren und konnte so anderen Menschen das Leben retten, die dringend auf eine Spende warteten. Am 13. Februar gegen Mittag wurden die Maschinen abgestellt. Nie werden wir wohl erfahren, was letztendlich zu diesem schrecklichen Unfall geführt hat.

Was zählt für die Erinnerung, sind nicht die vergangenen Jahre, sondern die gelebten Augenblicke und die vielen schöne Stunden mit unserer geliebten Tochter Carolina. 

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